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Die endoskopische oder sanfte Kastration der Hündin

Die endoskopische Kastration der Hündin ist ein minimalinvasives Verfahren zur Resektion der Eierstöcke und ggf. der Gebärmutter. Dieses Operationsverfahren kommt mit minimalen Wunden aus und überzeugt durch eine schnelle, komplikationslose Heilung. In der Regel ist nach diesem Eingriff kein Halskragen oder entsprechender Leckschutz notwendig.

Zur Endoskopie werden die Hündinnen in Narkose gelegt und intubiert. Die Narkose erfolgt unter Beatmung und vollständiger Überwachung:  (Kapnometrie, EKG, Temperatur, Blutdruck-, Sauerstoff- und CO2-Messung). Über eine sogenannte Veress-Nadel wird die Bauchhöhle mit CO2 gefüllt. Über 3 kleine Zugänge in der Mittellinie werden nun das Endoskop, eine Fasszange und eine Koagulationszange in die Bauchhöhle eingeführt. Die Eierstöcke werden aufgesucht, angehoben und durch Koagulation (Hitze) vom umliegenden Gewebe abgetrennt. Hierbei werden keine Fäden in die Bauchhöhle eingebracht. Bei Bedarf ist ein Umstieg auf die konservative Methode zu jedem Zeitpunkt des Eingriffs möglich. Zum Abschluss der Operation werden durch eine kleine Erweiterung der minimalen Zugänge die Ovarien und ev. der Uterus aus der Bauchhöhle entfernt. Die kleinen Bauchschnitte werden mit 1 bis 3 Fäden vernäht. In der Regel ist die Hündin nach einer kurzen Aufwachphase wieder in der Lage zu laufen und kann am selben Tag aus der Praxis entlassen werden.

  

Vorteile der endoskopischen Kastration sind:

  • Schmerzreduktion durch kleine Zugänge 

  • verbesserte Heilung durch Verzicht auf Fäden in der Bauchhöhle

  • schnelle Rekonvaleszenz, Erholung ihrer Hündin nach 1-2 Tagen

  • möglicher Verzicht auf Leckschutz wie Halskragen

Nachteile:

  • die Kosten der Operation sind höher 

  • die Durchführung der Operation dauert länger und erfordert vom Chirurgen Erfahrung im Umgang mit den endoskopischen Instrumenten

  • bei Hündinnen unter 15 kg nicht empfehlenswert